Die A3 Problemlösungs-Methode ist eine strukturierte Problemlösungstechnik, das auf einem DIN-A3-Blatt dokumentiert wird. Sie wird in der Produktion und im Qualitätsmanagement eingesetzt, um Probleme zu identifizieren, deren Ursachen strukturiert zu analysieren und nachhaltig zu lösen.
Die A3-Methode wurde in den 1950er Jahren bei Toyota entwickelt und ist nach dem DIN-A3-Format benannt, das für die Dokumentation verwendet wird. Sie ist damit eine Methode aus dem Lean Managements.
Die A3-Methode bietet mehrere Vorteile, z. B.:
- Strukturierte Vorgehensweise
- Förderung der Teamarbeit
- Verbesserung der Kommunikation
- Erhöhung der Transparenz
- Nachhaltigkeit der Lösungen
Die A3-Methode besteht aus sieben Schritten:
- Problemdefinition: Das zu lösende Problem wird klar und prägnant definiert.
- Ist-Analyse: Die aktuelle Situation wird mithilfe von Daten und Fakten beschrieben.
- Zielsetzung: Festlegung klarer Ziele für die Problemlösung.
- Ursachenanalyse: Die Ursachen des Problems werden mithilfe von Werkzeugen wie der 5x-Warum-Methode identifiziert.
- Lösungsfindung: Es werden verschiedene Lösungsansätze entwickelt und bewertet.
- Umsetzung: Die beste Lösung wird umgesetzt.
- Kontrolle: Die Wirksamkeit der Lösung wird überprüft.
- Standardisierung: Die Lösung wird dokumentiert und in den Standardprozess übernommen.
Praxistipp zur A3 Problemlösungs-Methode:
Oft werde ich gefragt, in welchen Schritten eine strukturierte Problemlösung erfolgen soll. Meine Erfahrung ist, dass es weniger davon abhängt, ob nach der
PDCA, A3 oder
8D-Problemlösungs-Methode gearbeitet wird. Alle Methoden eint, dass es sich um ein strukturiertes Vorgehen handelt, das bei korrekter Anwendung zum Erfolg - der nachhaltigen Problemlösung führt.
Unseren Kunden bei Scable empfehlen wir zwei Problemlösungstechniken. Eine Methode, die für die eher alltäglichen Probleme genutzt werden kann und eine Methode, die für übergreifende und komplexere Probleme genutzt wird. Häufig stellt sich heraus, dass für kleinere Probleme die Unterteilung nach PDCA ausreicht, wohingegen für komplexere Probleme ein unternehmensindividueller Standard auf Basis der A3 und 8D Elemente gewählt wird.
Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die strukturierte Analyse des Problems und deren Ursache. Oftmals tendieren wir dazu,im Fehlerfall die erstbeste Lösung umzusetzen. Doch leider trifft die erstbeste Lösung nicht die wahre Ursache. Vielmehr rettet diese lediglich den aktuellen Produktionsauftrag, verhindert aber nicht, dass das Problem beim nächsten Auftrag wieder auftritt.

Beispiel für eine digitale A3-Problemlösungs-Methode in der Shopfloor-Software von Scable.