Unter der technischen Anlagenverfügbarkeit wird die Fähigkeit eines technischen Objekts verstanden, unter gegebenen Bedingungen eine geforderte Funktion zu erfüllen. Treten an einer Anlage oder technischem Objekt Ausfallzeiten oder technische Stillstände auf, reduziert sich die Anlagenverfügbarkeit.
Die Anlagenverfügbarkeit ist eine Zielgröße in dem Spannungsfeld der Instandhaltung. So hat die Instandhaltung als Aufgabe ein bestimmtes Maß an Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen, beziehungsweise die Anlagenverfügbarkeit zu steigern. Dem gegenüber steht als konträre Zielgröße die Steigerung der Instandhaltungseffizienz, beziehungsweise die Senkung der Instandhaltungskosten. Dieses Spannungsfeld erfordert eine geeignete Instandhaltungsstrategie, als Abwägung zwischen Anlagenverfügbarkeit und Instandhaltungskosten.
In der folgenden Abbildung beschreibt die Nutzung des Abnutzungsvorrats (grau) am Beispiel verschiedener Instandhaltungsstrategien.

Abnutzungsvorat je Instandhaltungsstrategie

Die technische Anlagen-Verfügbarkeit ist ein Teil der OEE-Kennzahl. Maßgeblich für die Berechnung sind diejenigen Stillstände, die eine technisch Ursache ausweisen.