Bei Lean Digital werden etablierte Methoden von der analogen Welt in die Digitale überführt. Dadurch entstehen Zeitersparnisse und es werden Doppeleingaben in verschiedenen Medien vermieden. Das trägt dazu bei, das verbesserte Prozesse standardisiert und langfristig durchgeführt werden. Ebenso lassen sich die erzeugten Standards schneller auf andere Bereiche übertragen, weshalb Einspareffekte im Unternehmen durch die Digitalisierung skaliert werden können. Typische Anwendungsfälle sind:
- Das Ausfüllen von Checklisten
- Das Erfassen und die Darstellung von Kennzahlen
- Die Dokumentation von Verbesserungsmaßnahmen und Problemlösungstechniken
- Die Anzeige und das Erstellen von Arbeitsanweisungen
- Die Überprüfung von Qualifikationen
- Die Prüfung von Quality-Gates
Praxistipp zu Lean Digital und Digital Lean:
Digital Lean Thinking ist eine der wichtigsten Kompetenzen für erfolgreiche Fabriken. Denn es ist nicht nur die Lean Transformation, die wichtig für die Sicherung der Standorte ist. Die gleiche Bedeutung haben heute attraktiven Arbeitsbedingungen und die Digitalisierung.
Für die Anwendung des Digital Lean Thinkings gehe ich folgendermaßen vor:
- Ausrichten aller Aktivitäten am Kundenwert (Wertschöpfung)
- Befähigen der Mitarbeitenden, die Wertschöpfung kontinuierlich zu verbessern.
- Digitalisieren der Informationsflüsse und Führung auf dem Shopfloor.
Es geht dabei weniger darum Lean Management neu zu erfinden, sondern vielmehr darum, die bewährten Methoden dahinter so digital zu unterstützen, dass deren Effektivität verstärkt wird. Das gilt sowohl für die kontinuierliche Verbesserung (jap. Kaizen), als auch für das Erreichen von Sprunginnovationen (jap. Kaikaku). Die richtige Digitalisierungsstrategie kann für beide Varianten eingesetzt werden.
Weitere wichtige Faktoren zu Digital Lean mit konkreten Anwendungsbeispielen habe ich hier beschrieben.